Sammlung

Sammlung Michael Haneke im Österreichischen Filmmuseum

Die Sammlung Michael Haneke setzt sich aus mehreren Provenienzen zusammen. Den größten Teil bilden Hanekes persönliche Materialien. Der zweite, kleinere Teil stammt von den Filmproduktionsfirmen Wega Film (Wien), Les Films du Losange (Paris) und mk2 (Paris). Der Bestand wurde auch um Haneke-Materialien ergänzt, die in der Dokumentationssammlung des Filmmuseums bereits vorhanden waren.

Drehbuch (Regiebuch) "Die Klavierspielerin", Signatur: 270
Das umfangreiche Konvolut besteht derzeit aus über 1700 Dossiers, die nach inhaltlichen Gesichtspunkten zusammengefasst wurden. Kurz nach ihrem Eingang in die Sammlungen des Filmmuseums wurden die Objekte in eine Datenbank aufgenommen und detailliert aufgearbeitet. Die Datenbank erlaubt eine präzise Recherche und wird regelmäßig von internationalen Forschern und Haneke-Buchautoren konsultiert.
 
Beginnend mit den frühesten Dokumenten zu Hanekes TV-Arbeit in den 1970er Jahren spannt sich der zeitliche Horizont der Sammlung bis in die Gegenwart und wird nach jeder neuen Produktion um deren Materialien erweitert. Abgedeckt ist hier Hanekes gesamtes Œuvre, d.h. neben den Kino- und Fernsehproduktionen auch seine Regiearbeiten am Theater.
Die Sammlung enthält u.a. handschriftliche Notizen der ersten Idee, Arbeitsnotizen zu verschiedenen Fassungen einzelner Werke, Drehbücher, Storyboards, Produktionsunterlagen, Filmauswertungsmaterialien und reichhaltige Dokumente zur Rezeptionsgeschichte. Letztere kann anhand ausführlicher Pressespiegel und Dossiers zu Festivalteilnahmen und Auszeichnungen nachvollzogen werden. Als Kern dieses Bestands sind die Regiedrehbücher anzusehen, die wohl am unmittelbarsten Hanekes minutiöse Arbeitsweise illustrieren.
 
Die Sammlung birgt noch weitere spannende und wenig bekannte Arbeitsfelder: Hanekes Kritikertätigkeit und seine unrealisierten Projekte sind ebenso durch Dokumente vertreten wie seine Pariser und Madrider Operninszenierungen. Ergänzt werden diese schriftlichen Aufzeichnungen durch einen wichtigen Bestand unveröffentlichter Werk- und Arbeitsfotos. Filmplakate und unrealisierte Plakatentwürfe stellen weitere wesentliche ikonografische Quellen dar.
 
Karteikarten mit Notizen zu "Benny's Video", Signatur: 57